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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Nach Trump ist vor Milei
Spannende Frage: Nach Trump, der jetzt endlich und endgültig fertig ist (wie die Zuhörer auch) soll eigentlich Argentiniens Präsident Javier Milei reden, wie sein US-Vorbild ein herausfordernder Redner und mit ähnlich aufregender Frisur. Ob sich das noch jemand antut?
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump tritt von der Bühne
Nun ist auch das Gespräch zwischen Trump und Brende vorbei, der US-Präsident verlässt die Bühne. Er gibt im Laufe des Abends einen Empfang im US House.
Das Q&A mit Trump ist vorbei. Reuters
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump argumentiert weiter für Übernahme Grönlands
Jetzt versucht Trump zu argumentieren, Grönland koste Dänemark jährlich so viel Geld, dass es sich für das Land lohnen würde, Grönland den USA zu überlassen. Man kann davon ausgehen, dass die Regierung in Kopenhagen das anders sieht.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump lobt Xi Jinping
Von Brende nach der US-Beziehung zu China gefragt, lobt Trump erst mal den chinesischen Machthaber Xi Jinping. »Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu Präsident Xi aus China, einem unglaublichen Mann. Was er geleistet hat, ist beeindruckend und wird von allen hochgeschätzt«, sagt Trump. Dann schweift er wieder ab und lobt Außenminister Marco Rubio für dessen diplomatisches Talent. Er bittet Rubio sogar aufzustehen und sich den Applaus abzuholen. Wie Donald Trumps Außenminister die Kunst des politischen Chamäleons perfektionierte, lesen Sie hier.
Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
Donald Trump lobt Marco Rubio. Reuters
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Roland-Berger-Chef Schaible: »Europa muss viele Sachen allein hinbekommen«
Von Stefan Schaible, Chef der Beratungsfirma Roland Berger, kommt eine erste Reaktion. »Es war eine Fehleinschätzung zu glauben, man könne Trump irgendwie einwickeln, wenn man nur nett zu ihm ist«, so Schaible zum SPIEGEL. »Das ist Interessenpolitik und die braucht klare Kante.« Schaible weiter: »Selbst als größter Transatlantiker muss man jetzt einsehen, dass Europa viele Sachen allein hinbekommen muss. Wir müssen sowohl die EU als auch die Nato radikal umbauen – und zwar in Hochgeschwindigkeit.«
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Radü, Jens
Newsdesk
Hintergrund: Welche Inseln und Länder die USA bisher gekauft haben
Grönland für 100 Millionen? Meine Kollegin Lena Dillenburg aus dem Geschichtsressort hat nachgezeichnet, welche Ambitionen Amerika in den vergangenen Jahrzehnten hatte. Kurzer Ausschnitt: »Weil Grönland mit Beginn des Kalten Krieges für die USA strategisch immer wichtiger wurde, bot US-Präsident Harry S. Truman Dänemark 1946 an, die Insel für Gold im Wert von 100 Millionen US-Dollar zu kaufen. Dänemark ging aber nicht auf das Angebot ein.« Was davor passiert war und wie es dann weiterging, bitte hier entlang.
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Mathieu von Rohr
Leiter des Auslandsressorts
Kurzanalyse: Trump droht nicht mehr mit militärischer Gewalt – will aber Grönland immer noch
Die wichtigste Botschaft in Trumps langer, mäandernder Rede lautet: Er schließt aus, militärische Gewalt einzusetzen, um Grönland unter US-Kontrolle zu bringen. Was das konkret bedeutet, bleibt vorerst offen. Denn zugleich bekräftigt Trump mehrfach den amerikanischen Anspruch auf Grönland, verbunden mit einer historisch falschen Darstellung, wonach die USA Grönland nach dem Zweiten Weltkrieg besessen und später an Dänemark zurückgegeben hätten.
Trump bekräftigte, auf Grönland den größten »Golden Dome« errichten zu wollen – ein Raketenabwehrsystem nach dem Vorbild des israelischen Iron Dome. Um ein solches System zu errichten oder mehr Truppen dort zu stationieren, müssten die USA Grönland bekanntlich aber nicht »besitzen«.
An die Adresse der Europäer formulierte Trump eine unbestimmte Drohung: »Ihr könnt zu Grönland Ja sagen, dann werden wir das sehr zu schätzen wissen. Oder ihr sagt Nein – und wir werden uns daran erinnern.« Der politische Druck besteht weiterhin, auch wenn Trump sich gegenüber Europa etwas freundlicher zeigte als in den vergangenen Tagen.
Zu Beginn der Rede betonte Trump seine europäischen Wurzeln (»100 Prozent schottisch mütterlicherseits, 100 Prozent deutsch väterlicherseits«). Das lässt sich als eine Art Charmeoffensive gegenüber europäischen Politikern lesen, die er tags zuvor noch als schwach verhöhnt hatte. Gleichzeitig behauptete er, durch Massenmigration sei der Kontinent nicht wiederzuerkennen und die Europäer müssten den USA dankbar sein, dass sie heute nicht alle Deutsch sprechen müssten.
Eine gute Nachricht hat die Rede: Die militärische Option scheint vom Tisch, die geschlossene Abwehrhaltung der Europäer dürfte dazu beigetragen haben. Aber kann man Trump eigentlich noch irgendetwas glauben? Dass eine amerikanische Militäraktion gegen Dänemark überhaupt zur Debatte stand, ist ungeheuerlich genug. Erledigt ist das Thema Grönland damit nicht: Für Donnerstag hat Trump ein Treffen am Rande des Weltwirtschaftsforums angekündigt. Dort sollen die Gespräche zu Grönland fortgesetzt werden.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trumps Anti-Schulden-Plan
Wie Trump plane, die USA aus dem Schuldenloch zu führen, fragt Børge Brende. »Die große Sache ist Wachstum. Wachstum ist der Weg«, sagt Trump.
Foto: Evan Vucci / AP
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Es ist vollbracht!
Kaum zu glauben: Trump hat fertig. Zumindest mit seiner Rede. Und siehe da: Es gibt Applaus, allerdings äußerst geringen. Spärlich, könnte man auch sagen. Ein paar Eilfertige applaudieren im Stehen, aber vielleicht auch nur, um die Krampfadern zu lockern. Freilich: Jetzt geht es mit der Talk-Runde mit WEF-Chef Brende weiter. Harter Stoff.
Donald Trump beendet seine Rede: »I´ll see you around!«. Reuters
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump beendet seine Rede
Dann ist es vorbei. Trump lobt zum Ende Larry Fink, Co-Chef des Weltwirtschaftsforums. »Alles was er anfasst, wird zu Gold.« Und Trumps Vorliebe für Gold ist bekannt.
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Immerhin, der Saal zuckt noch
Leichtes Raunen geht durch den Saal nach einigen üblen, rassistischen Bemerkungen von Trump über Somalis. Offenbar hat er noch nicht alle bewusstlos geredet.
»Somalia hat sich als intelligenter herausgestellt, als wir dachten. Ich sage immer, das sind Leute mit niedrigem IQ«, sagt Trump. Die Menschen aus Somalia seien Piraten. »Aber wir schießen sie aus dem Wasser.«
»Somalia hat sich als intelligenter herausgestellt, als wir dachten. Ich sage immer, das sind Leute mit niedrigem IQ«, sagt Trump. Die Menschen aus Somalia seien Piraten. »Aber wir schießen sie aus dem Wasser.«
Foto: Fabrice Coffrini / AFP
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Trump über damalige Schweizer Bundespräsidentin »Sie hat mich einfach auf die Palme gebracht«
Der US-Präsident schildert seine Sicht auf den Handelsstreit mit der Schweiz. Er räumt ein, dabei nicht immer rational gewesen sein. »Sie hat mich einfach auf die Palme gebracht«, sagte er zu den Verhandlungen mit der damaligen Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter. Inzwischen gibt es eine Einigung, nachdem die Schweiz unter anderem mit einer gravierten Rolex-Uhr und einem Goldbarren zu Verhandlungen nach Washington gereist war. Die US-Zölle auf Schweizer Waren sanken von 39 auf 15 Prozent. Doch womöglich ist das für Trump nicht das Ende des Streits: Niederigere Zölle jetzt, so Trump in Davos, bedeuteten nicht, dass sie in Zukunft nicht wieder steigen könnten.
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Philipp Kollenbroich
Reporter in Washington

Trump hält zwei Reden in einer
Der US-Präsident hat mit seiner Rede offenbar zwei ganz unterschiedliche Zielgruppen:
- Einerseits spricht er zu den Europäern. Er sieht sich selbst als begnadeten Verhandler, der mithilfe von Zöllen alles von anderen Staatschefs bekommt, was er möchte. In diesen Teilen der Rede mäandert Trump, driftet vom Thema ab, erzählt Anekdoten.
- Andererseits spricht er zum amerikanischen Publikum. Zu Hause steht der Präsident wegen der Wirtschaft unter Druck. In keinem Bereich ist seine Beliebtheit im ersten Jahr so stark zurückgegangen wie bei Lebenshaltungskosten. Deshalb spricht Trump so lange über Medikamenten-, Haus- und Benzinpreise. Bei letzteren machte er sich nicht mal die Mühe, für sein europäisches Publikum von Dollar pro Gallone in Euro pro Liter umzurechnen.
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Jonas Huggins
Faktenchecker

Faktencheck: Lebensmittelhilfe
Trump sagt: »Wir haben seit meiner Amtseinführung mehr als 1,2 Millionen Menschen aus der Lebensmittelunterstützung gehoben.«
Hier ist Kontext nötig. Trump bezieht sich auf das Supplemental Nutrition Assistance Program, das in den USA kurz als Food Stamps (Lebensmittelmarken) bekannt ist. Es stimmt, dass die Zahl derjenigen, die diese Unterstützung erhalten, schon im September auf 41,6 Millionen gesunken ist, das sind 1,2 Millionen weniger als vor Trumps zweitem Amtsantritt. Die Zahlen werden auch in den kommenden Jahren vermutlich sinken. Der Grund hierfür ist aber nicht unbedingt, dass Menschen aus der Armut befreit werden, wie Trump hier suggeriert. Denn seine Regierung hat die Zugangskriterien zu den Hilfen verschärft, sodass viele Bedürftige sie nicht mehr erhalten, wie Factcheck.org zusammengetragen hat.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Mittlerweile ist Trump an einem Punkt angekommen, an dem er über Restaurants in Louisiana spricht.
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Trump kriegt die dritte oder fünfte Luft
Der Saal in der Davoser Kongresshalle, in dem Trump seine Dauerrede hält, ist riesig, aber auf den allerletzten Platz gefüllt. Entsprechend warm ist es inzwischen geworden, und wer weiß, wann der Sauerstoff knapp wird. Denn Trump macht keine Anstalten, sich zu dem bedauernswerten WEF-Chairman Børge Brende zu setzen. Stattdessen redet er einfach weiter, so wie einst Hugo Chávez oder Fidel Castro, mit denen Trump womöglich mehr gemein hat, als er selbst ahnt. Etwa Teile seiner Wirtschaftspolitik.
Foto: Mandel Ngan / AFP
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump nennt Fed-Chef Powell »dumm«
Die inzwischen übliche und niveaulose Kritik am Chef der Zentralbank der USA, Jerome Powell, darf nicht fehlen. »Einige dieser dummen Leute wie Powell erhöhen die Zinssätze«, ärgert sich Trump. »Sie hindern uns daran, erfolgreich zu sein.« Mehr über den Streit zwischen Trump und Powell lesen Sie hier.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

»Amerika wird keine Nation von Mietern werden«
Trump schwenkt kurz auf Innenpolitik um: Er wolle in den USA dafür sorgen, dass Menschen eher Häuser kaufen können. »Häuser werden für Menschen gebaut, nicht für Unternehmen. Und Amerika wird keine Nation von Mietern werden. Das werden wir nicht zulassen«, sagt Trump. »Das ist gegenüber der Öffentlichkeit einfach nicht fair.« Kürzlich hatte Trump angekündigt, für 200 Milliarden Dollar Hypothekenanleihen kaufen zu lassen.
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Der erste Zuhörer geht
Trump spricht jetzt seit fast einer Stunde, und der erste Zuhörer hat den großen Saal in der Kongresshalle verlassen – ein mutiger Mann. Oder ein erschöpfter, der sich einfach mal hinlegen muss, denn Trumps Rede treibt einen an die körperlichen Grenzen.
Foto: Evan Vucci / AP / dpa
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Trump über Macrons Sonnenbrille: »Was zur Hölle?«
Der US-Präsident scheint seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron um dessen Auftritt mit verspiegelter Sonnenbrille auf dem Weltwirtschaftsforum zu beneiden. »Ich habe Macron gestern mit seiner schicken Sonnenbrille gesehen«, sagte Trump. »Was zur Hölle«, habe er sich gefragt, Macron habe mit seiner Sonnenbrille einen toughen Eindruck hinterlassen, sagte Trump. Sie hätten auch noch miteinander telefoniert.
Foto: Denis Balibouse / REUTERS
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump droht Frankreich mit höheren Zöllen
Trump spricht über Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Er habe ihm mit höheren Zöllen auf Medikamente gedroht. Dabei macht Trump immer wieder nach, wie Macron »No, no, no«, geantwortet haben soll. Zwischendurch schiebt er ein, dass er Macron möge.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump überzieht seine Redezeit
Eigentlich war Trumps Rede bis 15.15 Uhr angesetzt. Wenig überraschend überzieht er die Zeit. Nun spricht er wieder darüber, was er im Gegensatz zu seinem Vorgänger Joe Biden für die Menschen in den USA erreicht haben will.
Foto: Markus Schreiber / AP
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Grönland als kleiner Gefallen
Dass Grönland an die USA fallen solle, sei von Dänemark »das Einzige, was wir wollen«, sagt Trump. Die Insel sei zentral für den sogenannten Golden Dome zur Abwehr von Raketen, die über die Arktis fliegen könnten. »Wir wollen ein Stück Eis für den Schutz der Welt.« Trump sagt, man könne »ja« zu seinen Grönland-Forderungen sagen – und man werde sich erkenntlich zeigen. Bei einem Nein werde man sich daran erinnern. Ein starkes und sicheres Amerika bedeute eine starke Nato.
Was er nicht erwähnt: Bestehenden Verträgen zufolge – zuletzt erneuert 2004 – könnten die USA schon jetzt ihre Militärpräsenz auf der Insel ausbauen und zwar ganz ohne Grönland zu überfallen. Die USA müssen darüber Dänemark auch nur informieren, wie das dänische Außenministerium auf seiner Homepage schreibt.
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Fragt Trump gleich nach dem Friedensnobelpreis?
Was ein wenig beunruhigt: Nach seiner Rede, die nie zu enden scheint, wird Trump von Børge Brende befragt, Chairman des Weltwirtschaftsforums. Brende ist Norweger, und da kommt bekanntlich der Friedensnobelpreis her – also das Ding, das Trump partout nicht bekommt. Könnte brenzlich werden für Brende. Der Mann braucht jetzt gute Nerven.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump kritisiert die Nato
Dass Trump sich gern an der Nato abarbeitet, ist seit Langem bekannt. Nun wiederholt er seine Kritik: »Das Problem mit der Nato ist, dass wir zu 100 Prozent für sie da sein werden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie auch für uns da wären, wenn wir sie um Hilfe bitten würden.« Zuvor hatte Trump bereits bemängelt, dass Nato-Staaten ihre Verteidigungsausgaben nicht den Nato-Anforderungen anpassten. Die Nato hat bis 2035 ein Fünf-Prozent-Ziel vereinbart.
Foto: Gian Ehrenzeller / EPA
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Huggins, Jonas
Faktenchecker

Hintergrund: Brauchen die USA Grönland für ihre nationale Sicherheit?
Wiederholt bedauert Trump in seiner Rede, dass die USA Grönland nach dem Zweiten Weltkrieg an Dänemark »zurückgegeben« hätten. Davon kann zwar keine Rede sein, denn die Insel gehörte nie den Vereinigten Staaten. Aber gibt es sicherheitspolitische Gründe für die USA, Grönland zu ihrem Territorium zählen zu wollen?
Das ist zweifelhaft. Denn es gibt kaum eine Beschränkung für die USA, schon jetzt ihr Militär auf Grönland zu stationieren – auch über die eine Basis hinaus, die sie aktuell dort unterhalten. Das garantiert das Verteidigungsabkommen, das die USA mit Dänemark 1951 abgeschlossen haben.
Das ist zweifelhaft. Denn es gibt kaum eine Beschränkung für die USA, schon jetzt ihr Militär auf Grönland zu stationieren – auch über die eine Basis hinaus, die sie aktuell dort unterhalten. Das garantiert das Verteidigungsabkommen, das die USA mit Dänemark 1951 abgeschlossen haben.
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Philipp Kollenbroich
Reporter in Washington

Die USA und die »westliche Hemisphäre«
Trump hat in seiner Rede jetzt mehrfach die »westliche Hemisphäre« erwähnt. Das sei »unser Territorium«, so der Präsident. Es ist ein Sound, den die USA mit ihrer neuen Nationalen Sicherheitsstrategie vor einigen Wochen angeschlagen haben. Nord- und Südamerika sind demnach exklusive Einflusszone Washingtons. Und die Trump-Regierung zählt auch Grönland dazu. Das zeigte sich schon vor einer Weile bei einer Verschiebung im Pentagon: Die Insel wurde bis dato in der Europa-Abteilung des Verteidigungsministeriums betreut. Neuerdings gehört Grönland zum Amerika-Kommando.
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Dennis Barg
Faktenchecker

Faktencheck: Windenergie in China
Trump sagt, dass China zwar fast alle Windkraftanlagen der Welt produziert, aber selbst keine installiere.
Die Aussage ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Laut Global Wind Energy Council macht China fast 50 Prozent der weltweit installierten Windkraftleistung aus. Damit ist China weltweit Spitzenreiter.
Die Aussage ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Laut Global Wind Energy Council macht China fast 50 Prozent der weltweit installierten Windkraftleistung aus. Damit ist China weltweit Spitzenreiter.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

»Ich werde keine Gewalt anwenden«
Trump kritisiert, seine Partner würden sich für seinen Einsatz um Frieden im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht angemessen erkenntlich zeigen. »Wenn ich von der Nato spreche, meine ich Europa. Sie müssen sich um die Ukraine kümmern. Wir nicht«, sagt Trump. »Wir haben nie um etwas gebeten und wir haben nie etwas bekommen.«
Nun würden die Leute denken, er würde Gewalt anwenden, um sich Grönland zu sichern. »Aber das werde ich nicht tun«, sagt Trump: »Das ist wahrscheinlich die wichtigste Aussage, die ich gemacht habe, weil die Leute dachten, ich würde Gewalt anwenden. Ich muss keine Gewalt anwenden. Ich will keine Gewalt anwenden.« Und, danach: »Ich werde keine Gewalt anwenden.« Aber, so Trump: »Alles, was die Vereinigten Staaten verlangen, ist ein Ort namens Grönland.« Die Frage ist, wie viel Glauben man diesen Zusicherungen schenken mag.
Nun würden die Leute denken, er würde Gewalt anwenden, um sich Grönland zu sichern. »Aber das werde ich nicht tun«, sagt Trump: »Das ist wahrscheinlich die wichtigste Aussage, die ich gemacht habe, weil die Leute dachten, ich würde Gewalt anwenden. Ich muss keine Gewalt anwenden. Ich will keine Gewalt anwenden.« Und, danach: »Ich werde keine Gewalt anwenden.« Aber, so Trump: »Alles, was die Vereinigten Staaten verlangen, ist ein Ort namens Grönland.« Die Frage ist, wie viel Glauben man diesen Zusicherungen schenken mag.
Foto: Gian Ehrenzeller / EPA
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Aber Baidschan!
So ein US-Präsident hat viel um die Ohren, keine Frage. Da kann man schon mal was durcheinander bringen. Zahlen, Namen, Länder. Vor allem, wenn man angeblich so viele Kriege beendet, wie Trump glaubt, es getan zu haben. Und so landet er Mann bei der Aufzählung seiner außenpolitischen Erfolge bei »Aber Baidschan«. Womöglich meinte er aber auch nur Aserbaidschan, wer weiß das schon so genau. Grönland jedenfalls ist einfacher.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump verlangt sofortige Grönland-Verhandlungen
Trump verweist wieder auf die Monroe-Doktrin, die die US-Kontrolle über die westliche Hemisphere beschwört. »Und ich sage das mit großem Respekt für Dänemark, dessen Bevölkerung ich liebe und dessen Führung sehr gut ist. Nur die Vereinigten Staaten können dieses riesige, gewaltige Land, dieses riesige Stück Eis schützen, es entwickeln und verbessern und es so gestalten, dass es gut für Europa und sicher für Europa und gut für uns ist«, behauptet Trump. »Und das ist der Grund, warum ich sofortige Verhandlungen anstrebe, um erneut über den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten zu diskutieren, so wie wir im Laufe unserer Geschichte viele andere Gebiete erworben haben, wie es auch viele europäische Nationen getan haben.«
Eine Gefahr für die Nato, sieht er darin nicht. In der Grönland-Frage gehe es ihm um die Sicherheit in der Arktis, behauptet Trump wie schon so oft. Dänemark habe viel zu wenig in die Sicherheitsinfrastruktur auf der Insel investiert. Gemachte Versprechungen habe das Land nicht umgesetzt.
Eine Gefahr für die Nato, sieht er darin nicht. In der Grönland-Frage gehe es ihm um die Sicherheit in der Arktis, behauptet Trump wie schon so oft. Dänemark habe viel zu wenig in die Sicherheitsinfrastruktur auf der Insel investiert. Gemachte Versprechungen habe das Land nicht umgesetzt.
Foto: Mandel Ngan / AFP
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Trump: »Wollen Sie, dass ich etwas zu Grönland sage?«
Jetzt kommt Trump auf das Thema zu sprechen, das momentan das Verhältnis zu den USA so sehr bestimmt und belastet wie wohl kaum ein anderes. Der US-Präsident wiederholt und bekräftigt seinen Anspruch auf Grönland. Kein anderes Land könne die Sicherheit der größten Insel der Erde sicherstellen – und nennt Dänemark »undankbar«. Ohne die USA würden sie dort Deutsch oder auch ein bisschen Japanisch auf dem »großen Stück Eis« sprechen, sagt er und spielt damit auf einen anderen Verlauf des Zweiten Weltkrieges an – einen fiktiven Verlauf, mit dem er nun sein Ansinnen untermauern will.
Foto: Mandel Ngan / AFP
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Trump betont seine europäische Abstammung
Man sorge sich sehr um die Menschen in Europa, sagt Trump. Er selbst sei zu hundert Prozent europäischer Abstammung, seine Mutter aus Schottland, sein Vater aus Deutschland. Man habe einen tiefen Glauben an die Verbindungen, die man mit Europa als Zivilisation habe. Es ist ungewöhnlich, dass er seine deutschen Wurzeln so betont; sonst spielt er sie eher herunter.
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Er helfe Venezuela, behauptet Trump
Nach dem Einsatz des US-Militärs und die Entführung von Nicolas Maduro aus Venezuela könne das Land sich endlich entwickeln, behauptet Donald Trump. »Sie werden mehr Geld verdienen als seit Langem. Venezuela wird fantastisch abschneiden«, sagte er auch mit Blick auf die Ölreserven des rohstoffreichen Landes. Trump sagte aber auch: »Wir schätzen die gesamte Zusammenarbeit«. Er selbst habe die Ölförderung in seinem Land sei zuletzt enorm gestiegen. Hinzu seien vergangene Woche noch mal 50 Millionen Barrel aus Venezuela gekommen – wodurch auch die Spritpreise in den USA gesunken seien, auf zuletzt verbreitet weniger als 2,50 Dollar pro Gallone.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump lobt Kanzler Merz: »Er wird großartige Arbeit leisten«
»Mit Energie soll man Geld verdienen, nicht verlieren«, meint Trump. »Hier in Europa haben wir gesehen, welchen Glauben die radikale Linke Amerika aufzuzwingen versuchte. Sie haben sich sehr bemüht.« Deutschland erzeuge erheblich weniger Strom als 2017. »Und das ist nicht die Schuld des derzeitigen Bundeskanzlers. Er löst das Problem. Er wird großartige Arbeit leisten. Aber was sie vor seiner Amtszeit getan haben, ist wohl der Grund, warum er jetzt an diesem Punkt ist.«
Dann scheint er im Konflikt mit Europa versöhnliche Töne anzuschlagen. »Die Vereinigten Staaten kümmern sich sehr um die Menschen in Europa. Das tun wir wirklich«, sagt Trump: »Und wir glauben fest an die Beziehungen, die uns als Zivilisation mit Europa verbinden. Ich möchte, dass es großartig läuft.«
Dann scheint er im Konflikt mit Europa versöhnliche Töne anzuschlagen. »Die Vereinigten Staaten kümmern sich sehr um die Menschen in Europa. Das tun wir wirklich«, sagt Trump: »Und wir glauben fest an die Beziehungen, die uns als Zivilisation mit Europa verbinden. Ich möchte, dass es großartig läuft.«
Donald Trump lobt Friedrich Merz. Reuters
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Jonas Huggins
Faktenchecker

Faktencheck: Steuersenkungen und Zölle
Trump sagt: »Im Juli haben wir die die größten Steuersenkungen in der amerikanischen Geschichte verabschiedet.«
Das ist falsch. Trump bezieht sich auf das eine große Gesetzespaket, das er im vergangenen Jahr unterzeichnet hat, das sogenannte Big Beautiful Bill. Darin sind in der Tat einige Steuersenkungen enthalten, aber es waren nicht die größten in der Geschichte, sondern die drittgrößten seit 1980, wie PolitiFact im August errechnet hat. Und das auch nur mit Einschränkungen: Zum einen werden hier Steuersenkungen hinzugezählt, die nicht eingeführt, sondern lediglich verlängert wurden. Und zum anderen ignoriert es die Zölle, die Trump erheben lässt. Anders als Trump immer wieder behauptet, wirken diese wie eine Verbrauchssteuer auf die Konsumenten in den USA.
Das ist falsch. Trump bezieht sich auf das eine große Gesetzespaket, das er im vergangenen Jahr unterzeichnet hat, das sogenannte Big Beautiful Bill. Darin sind in der Tat einige Steuersenkungen enthalten, aber es waren nicht die größten in der Geschichte, sondern die drittgrößten seit 1980, wie PolitiFact im August errechnet hat. Und das auch nur mit Einschränkungen: Zum einen werden hier Steuersenkungen hinzugezählt, die nicht eingeführt, sondern lediglich verlängert wurden. Und zum anderen ignoriert es die Zölle, die Trump erheben lässt. Anders als Trump immer wieder behauptet, wirken diese wie eine Verbrauchssteuer auf die Konsumenten in den USA.
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Trump mäandert und unterhält zugleich
Was spürbar ist: Mit der Dauer-Werbesendung über sich selbst scheint Trump im Publikum niemanden vom Hocker zu reißen. Viele starren auf ihr Handy oder tuscheln, vermutlich, weil viele schon zu oft gehört haben, wie großartig Donald Trump Donald Trump findet. Dazu die Fülle an Zahlen über Wirtschaftswachstum, gesenkte Steuern, abgeschaffte Vorschriften usw., die ihm vermutlich spontan während der Rede einfallen. Seine Rede leiert ein wenig, ab und an freilich streut Trrump ein Bonmot ein. Unterhaltsam ist das in gewisser Weise – aber die Performance wirkt wie ein »Stream of consciousness«.
Donald Trump. Foto: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE / dpa
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump lobt und lobt und lobt sich selbst
Trump rattert jetzt Zahlen runter, die belegen sollen, warum er America Great Again macht. Die heimische Stahlproduktion etwa sei um 300.000 Tonnen pro Monat gestiegen. Und die amerikanischen Exporte seien um mehr als 150 Milliarden Dollar gestiegen. Überhaupt sei alles ein Wirtschaftswunder. Niemand hätte gedacht, dass ein Land so etwas schaffen würde. Aber schon seine erste Amtszeit sei aus finanzieller Sicht die erfolgreichste Amtszeit gewesen, die die USA je gehabt hätten.
Trump streift auch das Thema Kernenergie: Er habe angeordnet, neue Atomkraftwerke zu genehmigen. Zunächst sei er »kein großer Fan« gewesen, wegen der Risiken. Aber da gebe es inzwischen große Fortschritte. Es ist Trumps alte Leier, ziemlich ermüdend. »Wir setzen stark auf Atomkraft«, behauptet Trump. Und: »China schaut ein bisschen auf Atomkraft.« Tatsächlich hat kein Land hat in den vergangenen 20 Jahren annähernd so viele Kernkraftwerke in Betrieb genommen wie China. 58 AKW hat die Volksrepublik laut der World Nuclear Association bereits in Betrieb, und sie errichtet gerade 33 weitere Reaktoren. Rund die Hälfte aller Meiler, die weltweit derzeit konstruiert werden, sind in China. Der Anteil der USA hingegen liegt bei nahezu null. In den Vereinigten Staaten ist kein einziges großes Atomkraftwerk im Bau. Immerhin gibt es in den USA neuerdings zwei Projekte für Small Modular Reactors, kleinere neuartige Atomkraftwerke. Keines der beiden wird vor 2030 eröffnet werden.
Trump streift auch das Thema Kernenergie: Er habe angeordnet, neue Atomkraftwerke zu genehmigen. Zunächst sei er »kein großer Fan« gewesen, wegen der Risiken. Aber da gebe es inzwischen große Fortschritte. Es ist Trumps alte Leier, ziemlich ermüdend. »Wir setzen stark auf Atomkraft«, behauptet Trump. Und: »China schaut ein bisschen auf Atomkraft.« Tatsächlich hat kein Land hat in den vergangenen 20 Jahren annähernd so viele Kernkraftwerke in Betrieb genommen wie China. 58 AKW hat die Volksrepublik laut der World Nuclear Association bereits in Betrieb, und sie errichtet gerade 33 weitere Reaktoren. Rund die Hälfte aller Meiler, die weltweit derzeit konstruiert werden, sind in China. Der Anteil der USA hingegen liegt bei nahezu null. In den Vereinigten Staaten ist kein einziges großes Atomkraftwerk im Bau. Immerhin gibt es in den USA neuerdings zwei Projekte für Small Modular Reactors, kleinere neuartige Atomkraftwerke. Keines der beiden wird vor 2030 eröffnet werden.
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Dennis Barg
Faktenchecker

Faktencheck: Inflation
Trump sagt, dass es nach dem ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit »praktisch keine Inflation« mehr gebe.
Die Aussage ist falsch. Die Inflationsrate in den USA lag im Jahr 2025 stetig zwischen zwei und drei Prozent.
Die Aussage ist falsch. Die Inflationsrate in den USA lag im Jahr 2025 stetig zwischen zwei und drei Prozent.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump lobt sich selbst und belehrt Europa
»Den Leuten geht es sehr gut. Sie sind sehr zufrieden mit mir«, meint Trump. Zu Beginn seiner Rede lobt er sich – wie sollte es anders sein – vor allem selbst. Tatsächlich sinken Trumps Zustimmungswerte in den USA. Er schwenkt auf sein Kernthema: America First. »Heute Nachmittag möchte ich darüber sprechen, wie wir dieses Wirtschaftswunder erreicht haben und wie wir den Lebensstandard unserer Bürger auf ein noch nie dagewesenes Niveau anheben wollen«, sagt Trump: »Vielleicht könnten Sie und die Orte, aus denen Sie kommen, viel mehr erreichen, wenn Sie unserem Beispiel folgen würden, denn bestimmte Orte in Europa sind, offen gesagt, nicht mehr wiederzuerkennen.«
Donald Trump in Davos. Reuters
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Trump schwärmt von angeblichem Wirtschaftswunder in den USA
Zu Beginn seiner Rede startet US-Präsident erst mal mit einem umfassenden Selbstlob. In seinen vergangenen zwölf Monaten im Weißen Haus seien die Löhne gestiegen, er habe die Inflation in den Griff bekommen, die Wirtschaft boome. Seine Botschaft: Wenn es Amerika gutgehe, gehe es auch der Welt gut. Nur gibt es zahlreiche Ökonomen, die sich dieser Analyse Trumps so nicht anschließen dürften.
Donald Trump betritt die Bühne in Davos. Reuters
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Breaking News: Trump erzählt Quatsch
Trump startet mit einem kleinen Scherz – und erntet Lacher, womöglich von seiner eingeschleusten Entourage. Er freue sich, wieder in Davos zu sein und viele Freunde zu sehen – »und auch ein paar Feinde«. Andererseits: An der Stelle, wo Trump behauptet, enorm beliebt zu sein in den USA, geht ein Raunen durch den Saal. Sollte der Präsident hier etwa die Unwahrheit sagen? Kaum vorstellbar.
Foto: Denis Balibouse / REUTERS
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Trump beginnt seine Rede
Die Einleitung ist vorbei. Jetzt spricht Trump.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Die Veranstaltung beginnt
Larry Fink, Co-Chef des Weltwirtschaftsforums, betritt die Bühne und tut so, als wundere er sich über den Besucherandrang. »Ich glaube, wir haben heute nicht genug Sitzplätze. Wow.«
Fink rollt Trump den verbalen roten Teppich aus. »Die Märkte stehen unter extremem Druck«, sagt Fink. Dass das auch an Trump liegt, verrät er nicht. »Einige Ökonomen warnten davor, dass wir auf eine zweite Weltwirtschaftskrise zusteuern könnten. Was mir in dieser außergewöhnlichen Zeit besonders auffiel, war die Bereitschaft des Präsidenten, Menschen aus Regierungen, Unternehmen, verschiedenen Institutionen und mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen, um anders zu denken und, was noch wichtiger ist, entschlossen zu handeln«, sagt Fink. »Dieser Instinkt zum Handeln, insbesondere in entscheidenden Momenten, ist meiner Meinung nach ein Grund, warum er das Weltwirtschaftsforum so schätzt.«
Fink rollt Trump den verbalen roten Teppich aus. »Die Märkte stehen unter extremem Druck«, sagt Fink. Dass das auch an Trump liegt, verrät er nicht. »Einige Ökonomen warnten davor, dass wir auf eine zweite Weltwirtschaftskrise zusteuern könnten. Was mir in dieser außergewöhnlichen Zeit besonders auffiel, war die Bereitschaft des Präsidenten, Menschen aus Regierungen, Unternehmen, verschiedenen Institutionen und mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen, um anders zu denken und, was noch wichtiger ist, entschlossen zu handeln«, sagt Fink. »Dieser Instinkt zum Handeln, insbesondere in entscheidenden Momenten, ist meiner Meinung nach ein Grund, warum er das Weltwirtschaftsforum so schätzt.«
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Stefan Kaiser
Wirtschaftsressort, derzeit Davos

Gereizte Stimmung
Mit diesem Andrang haben offenbar auch die Organisatoren nicht gerechnet: Der Einlass in die Kongresshalle wurde wegen Überfüllung geschlossen, obwohl vor den Türen noch Hunderte Menschen warteten, die jetzt in sogenannte Ausweichräume geschickt wurden. Dort soll Trumps Auftritt per Video übertragen werden. Auch diese Räume sind mittlerweile aber offenbar überfüllt. Die Stimmung unter den Teilnehmern, die vor den Türen warten müssen, wird zunehmend aggressiv. Es wird geschubst, geflucht und gedrängelt. Sind das die »Animal Spirits«, deren Wiederbelebung sich vor allem amerikanische Wirtschaftsvertreter von Trumps Wahl erhofft hatten?
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

SPIEGEL Debatte: Wie sollen die Europäer auf Trump in Davos reagieren?
Härte oder ausgestreckte Hand? Das diskutieren Leserinnen und Leser heute bei SPIEGEL-Debatte. Wie schätzen Sie die aktuelle Situation ein? Hier können Sie mitdebattieren.
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Die Spannung steigt
Viele Kollegen mussten draußen bleiben – wegen Überfüllung wurde der Trump-Redesaal geschlossen. Aber wer drin ist, der spürt die fiebrige Aufregung, dass gleich etwas Wichtiges passieren könnte. Vielleicht ja der offizielle Zusammenbruch der Weltordnung? Da will man/frau natürlich dabei sein. Oder auch nur eine nette Plauderei der beiden New Yorker Trump und Larry Fink, Blackrock-Chef und Co-Chef des Weltwirtschaftsforums. Fink wird gleich auch eine kleine Rede halten. Mal schauen, wie tief er buckeln muss vor dem Präsidenten. Bislang haben das noch alle hier in Davos getan.
Foto: Laurent Gillieron / EPA
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trump-Rede soll »bald« starten
Trotz seiner Verspätung scheint Donald Trump seine Rede in Davos relativ pünktlich zu beginnen. Angesetzt war der Termin für 14.30 Uhr. In Davos heißt es nun, die Rede werde »bald« starten.
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Deutsche-Bank-Chef Sewing distanziert sich laut Bessent von Analysten-Bericht
Sollten die EU-Staaten sich angesichts der aktuellen politischen Lage etwa von amerikanischen Anleihen trennen? Mit solchen Fragen befassen sich Analysten von Banken. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hatte auch ein Analyst der Deutschen Bank ein kritisches Papier verfasst und die Möglichkeit erörtert, dass europäische Investoren wegen des Streits um Grönland US-Vermögenswerte abstoßen könnten.
Was genau drinsteht, ist unklar – und könnte es auch erst mal bleiben. Die Führung der Deutschen Bank soll sich nämlich von der kritischen Studie distanziert haben, wie Reuters unter Berufung auf US-Finanzminister Scott Bessent schreibt. Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing, habe Bessent angerufen und erklärt, die Bank stehe nicht hinter dem Bericht. Ein Sprecher der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme ab. »Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu möglicher Kommunikation zwischen der Bank und Regierungsvertretern«, teilte ein Sprecher dem SPIEGEL mit. Er betonte jedoch, dass die Analyse-Abteilung (Research) unabhängig arbeite und deren Ansichten nicht zwangsläufig die Meinung des Managements widerspiegelten.
Was genau drinsteht, ist unklar – und könnte es auch erst mal bleiben. Die Führung der Deutschen Bank soll sich nämlich von der kritischen Studie distanziert haben, wie Reuters unter Berufung auf US-Finanzminister Scott Bessent schreibt. Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing, habe Bessent angerufen und erklärt, die Bank stehe nicht hinter dem Bericht. Ein Sprecher der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme ab. »Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu möglicher Kommunikation zwischen der Bank und Regierungsvertretern«, teilte ein Sprecher dem SPIEGEL mit. Er betonte jedoch, dass die Analyse-Abteilung (Research) unabhängig arbeite und deren Ansichten nicht zwangsläufig die Meinung des Managements widerspiegelten.
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Philipp Kollenbroich
Reporter in Washington

Washington schaut nach Davos
Auch in der US-Hauptstadt sind heute viele Augen auf Davos gerichtet. Wie weit will der Präsident in der Grönland-Frage wirklich gehen? »Sie werden es herausfinden«, hatte Trump auf eine entsprechende Reporter-Frage gestern im Weißen Haus noch gesagt. Gleichzeitig hatte er angedeutet, dass er einen »Deal« erreichen möchte, der »sehr gut« für die Nato sein werde. Nur wie ein solcher Handel aussehen könnte, ist bisher ziemlich unklar. Dänemark und Grönland haben immer wieder betont, dass ein Verkauf der Insel nicht zur Debatte steht.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Berlin will Konflikt mit USA nicht eskalieren lassen
Die Bundesregierung hofft offenbar, dass Trump den Konflikt mit Europa in seiner Rede nicht weiter eskalieren lässt. Angesichts der neuen Zolldrohungen von Trump sucht Berlin eine Lösung mit den USA. Ein stellvertretender Regierungssprecher sagte, es sei nicht zu spät, den »Weg der Deeskalation« zu beschreiten. Die Bundesregierung wolle eine Zuspitzung vermeiden. »Das Fenster dafür ist nach wie vor offen.« Es gehe um eine verstärkte Zusammenarbeit und darum, den Weg hin zu berechtigten Sicherheitsinteressen gemeinsam zu adressieren.
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
»Ich mag diesen binären Scheiß nicht!«
Jamie Dimon, seit ungefähr dem Pleistozän unumstrittener Vorstandschef des Wall-Street-Riesen JPMorgan Chase, mäandert seit geraumer Zeit zwischen seiner Zuneigung zu den Demokraten und gelegentlicher Zustimmung zu Trumps Wirtschafts- und Immigrationspolitik. Auch auf einem Panel kurz vor Trumps Auftritt, das von Zanny Minton Beddoes, Chefredakteurin des britischen »Economist« moderiert wurde, wollte sich Dimon nicht festlegen. »Sie fragen mich, ob die US-Regierung ihre Partner schlecht behandelt und aggressiv ist? Das sage ich nicht, weil die Medien immer nur schwarz oder weiß wollen. Ich mag diesen binären Scheiß nicht!«, so Dimon, der sich gern erfrischend präzise ausdrückt. Immerhin: Zölle findet er schlecht, Joe Biden habe es durch zu viel unkontrollierte Einwanderung an der Südgrenze der USA versaut, und der Westen müsse zusammenbleiben und die Nato stärken.
Foto: Fabrice Coffrini / AFP
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Trump in Davos gelandet
Der Flug von Zürich nach Davos ist beendet: Donald Trumps Helikopter ist am Ort des Weltwirtschaftsforums angekommen, der rote Teppich wurde ausgerollt.
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

In den Saal, in dem Trump seine Rede halten soll, passen 1300 Personen. Das dürfte nicht genügen, um alle Interessenten unterzubringen, berichten meine Kollegen von vor Ort. Deshalb sind bereits sogenannte »Overflow Rooms« eingerichtet worden, um den Andrang zu bewältigen.
Foto: Fabrice Coffrini / AFP
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Börsen mit Verlusten vor Trumps Auftritt
Die Wirtschaft schaut gespannt auf Trumps Auftritt in Davos. Die Börsen wirken aber pessimistisch. Die Sorge vor neuen US-Zöllen im Streit um Grönland hat die europäischen Börsen nach unten gezogen.
- Der Dax rutschte vormittags um 0,6 Prozent auf 24.558 Punkte ab, nachdem er am Dienstag rund ein Prozent verloren hatte
- Der EuroStoxx50 fiel ebenfalls um 0,6 Prozent auf 5856 Zähler
Auch in den USA richtet sich die Aufmerksamkeit an den Börsen auf Trumps Rede in Davos. Alle drei großen US-Indizes schlossen am Dienstag mit einem Minus von fast zwei Prozent. Anleger flüchteten sich in sichere Anlagen, nachdem Trump mit neuen Zöllen gegen Verbündete gedroht hatte.
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Europa kann doch selbstbewusst
Bislang fielen zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs vor allem mit ihrer Zurückhaltung gegenüber dem neo-imperialistischen Kurs Donald Trumps auf. Bei aller Empörung in der Sache – etwa in der Grönland-Frage – blieben sie doch meist diplomatisch-freundlich gegenüber der US-Politik. Dass es auch anders geht, zeigte nun der belgische Premierminister Bart De Wever. Auf dem Weltwirtschaftsforum sprach er Klartext.
Mit Trumps Grönland-Provokationen seien »so viele rote Linien überschritten worden«, sagte De Wever am Dienstag während einer Podiumsdiskussion über die Neudefinition der Rolle Europas in der Welt. »Ein glücklicher Vasall zu sein ist eine Sache. Ein elender Sklave zu sein ist etwas anderes«, sagte De Wever. »Wenn Sie jetzt zurückweichen, verlieren Sie Ihre Würde.« Ihm zufolge geht es ums Ganze: »Entweder wir stehen zusammen oder wir stehen getrennt, und wenn wir getrennt sind, ist das das Ende einer Ära, das Ende von 80 Jahren Atlantizismus«. De Wever und Belgiens König Philippe wollen sich am Mittwoch mit dem US-Präsidenten treffen.
Mit Trumps Grönland-Provokationen seien »so viele rote Linien überschritten worden«, sagte De Wever am Dienstag während einer Podiumsdiskussion über die Neudefinition der Rolle Europas in der Welt. »Ein glücklicher Vasall zu sein ist eine Sache. Ein elender Sklave zu sein ist etwas anderes«, sagte De Wever. »Wenn Sie jetzt zurückweichen, verlieren Sie Ihre Würde.« Ihm zufolge geht es ums Ganze: »Entweder wir stehen zusammen oder wir stehen getrennt, und wenn wir getrennt sind, ist das das Ende einer Ära, das Ende von 80 Jahren Atlantizismus«. De Wever und Belgiens König Philippe wollen sich am Mittwoch mit dem US-Präsidenten treffen.
Belgiens Premierminister Bart De Wever. Toto: Denis Balibouse / REUTERS
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Am Heliport in Davos zeichnet sich die Ankunft eines wichtigen Besuchers ab: Eine Wagenkolonne steht schon bereit.
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Stefan Kaiser
Wirtschaftsressort, derzeit Davos

Großer Andrang vor Trumps Rede
Vor dem Eingang zur Kongresshalle, wo Trump gleich sprechen soll, drängen sich schon eine Stunde vor dem geplanten Beginn der Rede die Menschen.
Gedränge in Davos. Stefan Kaiser /DER SPIEGEL
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Newsom teilt aus
Gavin Newsom, der smarte Gouverneur von Kalifornien und Trump-Verächter, setzt seine Hoffnungen, den Imperator im Weißen Haus zu stoppen, derzeit vor allem auf die Finanzmärkte: »Er bewegt sich mit den Märkten. Achten Sie darauf, was die Märkte machen, dann wissen Sie, was er macht.« In den USA und auch in Trumps Republikanischer Partei gebe es zudem massiven Widerstand gegen die Politik des Präsidenten. Für den, so Newsom, würden ohnehin nur seine Familie und enge Freunde wie Steve Witkoff zählen. »Die Leute sollten so aufgebracht sein über all das!«
Gavin Newsom in Davos. Tim Bartz / DER SPIEGEL
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
US-Handelsminister bei Davos-Veranstaltung offenbar ausgebuht
In Davos kommt es traditionell auf die Zwischentöne an, jahrelang galt das jährliche Treffen als geschützter Rahmen zum Austausch der Eliten aus Wirtschaft und Politik. Mit dem aktuellen Kurs der US-Regierung wird auch die Stimmung zwischen den Teilnehmern angespannter – offenbar auch während eines Abendessens.
Die »Financial Times« berichtet unter Berufung auf Insider, US-Handelsminister Howard Lutnick sei dabei ausgebuht worden. Nach aggressiven Äußerungen Lutnicks auf der von Blackrock-Chef Larry Fink ausgerichteten Veranstaltung soll es gar zu Tumulten gekommen sein. Gäste hätten unter lauten Rufen den Raum verlassen. Fink habe noch versucht, die Situation zu beruhigen. Bestätigt ist der Eklat bislang nicht. Das US-Handelsministerium und das Weltwirtschaftsforum äußerten sich bislang nicht dazu. Auch Details zu Lutnicks Äußerungen oder den Zwischenrufen sind nicht bekannt.
Die »Financial Times« berichtet unter Berufung auf Insider, US-Handelsminister Howard Lutnick sei dabei ausgebuht worden. Nach aggressiven Äußerungen Lutnicks auf der von Blackrock-Chef Larry Fink ausgerichteten Veranstaltung soll es gar zu Tumulten gekommen sein. Gäste hätten unter lauten Rufen den Raum verlassen. Fink habe noch versucht, die Situation zu beruhigen. Bestätigt ist der Eklat bislang nicht. Das US-Handelsministerium und das Weltwirtschaftsforum äußerten sich bislang nicht dazu. Auch Details zu Lutnicks Äußerungen oder den Zwischenrufen sind nicht bekannt.
US-Handelsminister Howard Lutnick. Foto: Denis Balibouse / REUTERS
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David Böcking
Wirtschaftsressort, derzeit Davos

MAGA-Outfit, oder so ähnlich
Business-Anzug mit bergfesten Schuhen: Das ist der gängige Dresscode in Davos. In Zeiten von Donald-Trump ist hier jedoch auch ein anderes modisches Accessoire zu sehen: die MAGA-Kappe in mehr oder weniger ironischen Abwandlungen. Auf einer Baseballmütze steht: Make America wealthy again, also das Versprechen auf neuen Wohlstand. Ein anderer Teilnehmer münzt Trumps Forderung nach Großartigkeit auf Europa um. Make Europe great again, steht auf seiner grünen Kappe.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Politische Risiken: Schwedischer Pensionsfonds stößt US-Staatsanleihen ab
Diese Meldung sorgte für Aufsehen: Mitten in der Grönlandkrise verkündete Dänemarks Pensionsfonds gestern, US-Staatsanleihen im Wert von 100 Millionen Dollar abstoßen zu wollen. Nun zieht offenbar ein schwedischer Vermögensverwalter nach. Der große schwedische Pensionsfonds Alecta habe wegen politischer Risiken in den USA einen Großteil dieser Papiere verkauft, berichtet die Wirtschaftszeitung »Dagens Industri« unter Berufung auf das Unternehmen. Der Verkauf belaufe sich auf ein Volumen von 70 bis 80 Milliarden schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 7,7 bis 8,8 Milliarden Dollar. Warum US-Staatsanleihen jetzt plötzlich zur Waffe werden, lesen Sie hier.
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Stefan Kaiser
Wirtschaftsressort, derzeit Davos

»Alle haben Angst«
Der Besuch von Donald Trump prägt die gesamte Woche hier in Davos. Die Anspannung ist auch bei den Wirtschaftsvertretern zu spüren. Wie hart wird er sich in der Grönland-Frage geben? Ist er bereit, sich bei seinen Zolldrohungen noch mal auf Verhandlungen einzulassen? »Er hat sich im Vorfeld sehr konfrontativ positioniert«, sagt Sandra Navidi, Chefin der New Yorker Beratungsfirma Beyond Global. »Wir dürfen hier keine Rede eines rational handelden, verantwortungsvollen Regierungschefs erwarten.« Navidi lebt seit über 25 Jahren in den USA und kennt die dortige Unternehmenslandschaft gut. »Alle haben Angst«, sagt sie. »Hinter den Kulissen sprechen die meisten Manager verächtlich über Trump. Aber niemand wagt es, sich gegen ihn zu stellen – aus Furcht, auf einer Liste zu landen. Alle wollen unter dem Radar bleiben.«
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Präsident im goldenen Ei
Wenn seine Rede in Davos rum ist, muss US-Präsident Donald Trump auch irgendwo schlafen. Dafür vorgesehen ist das AlpenGold Hotel, das von Einheimischen meist nur goldenes Ei genannt wird. Das Hotel, laut Betreiber idyllisch am Rande des Waldes und etwas erhöht über dem Davoser See gelegen, verfügt eigens über eine Präsidentensuite.
Diese zählt mehrere Zimmer auf 160 Quadratmetern, das Schlafzimmer hat einen begehbaren Kleiderschrank. Das geräumige Wohnzimmer habe einen elektrischen Kamin, das separate Esszimmer biete Platz für acht Personen. Die Suite sei der »ideale Treffpunkt für private oder formelle Zusammenkünfte«, heißt es auf der Website.
Diese zählt mehrere Zimmer auf 160 Quadratmetern, das Schlafzimmer hat einen begehbaren Kleiderschrank. Das geräumige Wohnzimmer habe einen elektrischen Kamin, das separate Esszimmer biete Platz für acht Personen. Die Suite sei der »ideale Treffpunkt für private oder formelle Zusammenkünfte«, heißt es auf der Website.
AlpenGold Hotel in Davos. Foto: Ina Fassbender / AFP
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Janita Hämäläinen
Crossmedia
Trumps Ankunft in der Schweiz
Ziemlich müde sieht der US-Präsident aus, als er aus der »Air Force One« trottet. Am Flughafen fragt eine Reporterin nach Grönland, aber man hört keine Antwort – es ist zu laut.
Donald Trump landet in der Schweiz. Reuters
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Stefan Kaiser
Wirtschaftsressort, derzeit Davos

Trump kommt – und Davos ist überfüllt
So voll wie in diesem Jahr war es wohl noch nie in Davos. Rund 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind offiziell angemeldet und dürfen zu den Veranstaltungen ins Kongresszentrum, wo auch Trump gleich sprechen wird. Schon das ist ein Rekord. Rund um die streng abgesperrte Zone tummeln sich aber noch zigtausende weitere Menschen, alles wirkt überfüllt. Auf der Promenade, der zentralen Straße oberhalb des Kongresszentrums haben Unternehmen aus aller Welt ihre Repräsentanzen in Läden und Restaurants eingerichtet. Die US-Delegation hat für ihr USA House sogar eine Kirche angemietet. In den Hotels des noblen Wintersportorts geben die Firmen abends Empfänge und Partys. Auch Donald Trump hat dem Vernehmen nach für den späten Nachmittag zu einem Empfang eingeladen.
Sicherheitskräfte in Davos. Foto: Ina Fassbender / AFP
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: Wie reagiert Europa auf Trumps Drohungen?
Wegen Trumps Drohungen zu Grönland droht in Davos ein Showdown mit den Europäern. Einige von ihnen sind offenbar gewillt, das Appeasement gegenüber Trump zu beenden und mehr Härte zu zeigen, etwa in der Handelspolitik. Welche Positionen einzelne Staaten in der Frage vertreten, haben meine Kollegen Francesco Collini, Christoph Giesen, Leo Klimm, Timo Lehmann, Steffen Lüdke, Jan Petter und Jan Puhl zusammengetragen. Den Überblick finden Sie hier.
Foto: Christian Hartmann / AFP
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

EU-Parlament bremst Mercosur-Abkommen aus
Diese Nachricht könnte die Stimmung in Davos beeinflussen: Das Europäische Parlament hat den Europäischen Gerichtshof beauftragt, die Rechtmäßigkeit des EU-Mercosur-Handelsabkommens zu überprüfen. Die Gegner des Abkommens setzten sich in einer Abstimmung in Straßburg mit knapper Mehrheit von 334 zu 324 Gegenstimmen durch. Dies könnte das Inkrafttreten des Abkommens zwischen Europa und und Lateinamerika für längere Zeit verzögern. Das Mercosur-Abkommen soll eigentlich eine der weltweit größten Freihandelszonen schaffen, auch um die wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA zu verringern. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Die demokratischen Gouverneure laufen sich warm
Ebenfalls vor Trumps Auftritt kamen zwei der aussichtsreichsten potenziellen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten bei einem von CNN-Legende Richard Quest (»Quest means Business!«) ausgerichteten Panel zusammen: Andy Beshear, der Gouverneur von Kentucky, und Gretchen Whitmer, seine Amtskollegin aus Michigan. Ergänzt wurde die Runde von Kevin Stitt, dem republikanischen Gouverneur von Oklahoma.
Punkten konnte vor allem Whitmer, die ihre Arbeitsweise so umschrieb: »Ich bin ein GSD-Gouverneur – I get shit done.« Whitmer Klartext benötigt wohl keine nähere Umschreibung. Beshear gab sich unauffällig moderat, sein Robert-Kennedy-Look könnte im nächsten Rennen ums Weiße Haus aber von Vorteil sein. Und vielleicht auch seine versöhnliche Art, ob gespielt oder echt: »Jeder Amerikaner will doch seinen Nachbarn lieben und nicht permanent hören, dass es der Feind ist, nur weil er die andere Partei wählt.«
Punkten konnte vor allem Whitmer, die ihre Arbeitsweise so umschrieb: »Ich bin ein GSD-Gouverneur – I get shit done.« Whitmer Klartext benötigt wohl keine nähere Umschreibung. Beshear gab sich unauffällig moderat, sein Robert-Kennedy-Look könnte im nächsten Rennen ums Weiße Haus aber von Vorteil sein. Und vielleicht auch seine versöhnliche Art, ob gespielt oder echt: »Jeder Amerikaner will doch seinen Nachbarn lieben und nicht permanent hören, dass es der Feind ist, nur weil er die andere Partei wählt.«
Foto: Markus Schreiber / AP
Den vielleicht wichtigsten Punkt machen Stitt, der nach Lage der Dinge nie Präsident werden wird, weil er sich selbst nicht direkt ins MAGA-Lager einordnen wollte und ein, vielleicht sogar DAS Kernproblem der amerikanischen Demokratie ansprach. »Die Unversöhnlichkeit des Zweiparteiensystems ist nicht gut für Amerika und die Wirtschaft, wenn nach jedem Regierungswechsel die Politik eine völlig neue Richtung einschlägt.« Zumindest an der Stelle stimmen ihm seine Kollegen Beshear und Whitmer beherzt zu.
Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, Andy Beshear sei Gouverneur von Pennsylvania; tatsächlich ist er Gouverneur von Kentucky. Wir haben die Stelle korrigiert.
Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, Andy Beshear sei Gouverneur von Pennsylvania; tatsächlich ist er Gouverneur von Kentucky. Wir haben die Stelle korrigiert.
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Janita Hämäläinen
Crossmedia
»Bruch in der Weltordnung«
Wie geht man mit Donald Trump um? Kanadas Premier Mark Carney gab gestern quasi schon den Ton an: Er lieferte eine kritische Abrechnung mit der Einschüchterungspolitik des US-Präsidenten, ohne ihn beim Namen zu nennen. Seine Klartext-Rede könnte als Weckruf an die europäischen Regierungschefs dienen. Ausschnitte im Video.
Kanadas Premier Marc Carney in Davos. Reuters
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Tim Bartz
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Der brave Scott Bessent kann auch anders
Schon vor Trumps großem Auftritt dominierten Amerikaner am Mittwoch das Weltwirtschaftsforum. Am frühen Morgen lud Finanzminister Scott Bessent zu einem Presse-Briefing im USA House, in dem er auch nach Gavin Newsom gefragt wurde. Der Gouverneur von Kalifornien hat sich zum prominentesten Trump-Gegner der ansonsten recht handzahmen Demokraten aufgeschwungen und flutet seit Monaten das Netz mit selbst gedrehten Videos, Trump-artigen Posts und sonstigen Bekundungen. Folgerichtig also, dass Bessent nicht zu den größten Fans des smarten Westküstenpolitikers gehört.
»Gavin Newsom ist der einzige Kalifornier, der noch weniger von Wirtschaft versteht als Kamala Harris«, trompetete Bessent, der immer so hölzern wirkt, als sei er entfernt mit Pinocchio verwandt. »Die Menschen in Kalifornien werden nicht vergessen, dass er für 1000 Dollar essen ging, während der Rest des Landes im Lockdown saß, und Leute verhaften ließ, nur weil sie sonntags in die Kirche gegangen sind.« Bessent, so viel ist klar, hält sich in jeder Lage streng an die Kommunikationsregeln des MAGA-Lagers.
Foto: Markus Schreiber / AP / dpa
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Witkoff will mit Putin über Frieden sprechen
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff traf sich am Dienstagabend in Davos mit russischen Vertretern, um über bilaterale Beziehungen und eine Friedensregelung für die Ukraine zu sprechen. Nun reist er weiter nach Moskau, um dort den russischen Machthaber Wladimir Putin zu treffen. Die Zusammenkunft stehe »für morgen auf dem Terminkalender des Präsidenten«, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow der russischen Nachrichtenagentur Tass. Witkoff hatte zuvor der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, er wolle zusammen mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, nach Moskau reisen. »Wir planen, über Frieden, die Ukraine und Russland zu sprechen«, sagte Witkoff.
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Nato-Chef Rutte: Ukraine ist wichtiger als Grönland
In der Debatte über die Sicherheit Europas machte Nato-Chef Mark Rutte klar, wo geopolitisch die Prioritäten liegen sollten. Ja, die Grönland-Frage sei wichtig und müsse gelöst werden, sagte er. Allerdings sei »Grönland für uns nicht das wichtigste Thema – das ist die Ukraine«, so Rutte. »Während wir sprechen, treffen russische Drohnen und Raketen die Energieinfrastruktur in der Ukraine und in Kiew ist es aktuell minus 20 Grad kalt.« Die Frage der Sicherheit der Ukraine »sollte an erster Stelle stehen«, sagte Rutte, das sei entscheidend für die Sicherheit in Europa – und in den USA.
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David Böcking
Wirtschaftsressort, derzeit Davos
Der Trump-Flüsterer schmeichelt weiter
Kann Europa sich verteidigen? Diese Frage diskutiert einige Stunden vor Trumps Auftritt eine illustre Runde in Davos. Zu ihr gehört auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte, der wurde unlängst vom US-Präsidenten bloßgestellt wurde. Donald Trump veröffentlichte eine private Nachricht, mit der sich Rutte stark bei Trump einschmeichelte, gipfelnd in der Behauptung, er könne es »nicht erwarten«, ihn in Davos zu treffen.
Foto: Gian Ehrenzeller / EPA
Trotz dieses Vertrauensbruchs und Trumps zunehmend agressiver Töne scheint Rutte weiter entschlossen, den Trump-Flüsterer zu geben. Bei der Diskussion betont er, dass viele Nato-Mitglieder in den vergangenen Jahren ihre Verteidigungsausgaben hochgeschraubt hätten. »Ohne Trump wäre das nie passiert«, lobt Rutte. »Ich glaube wirklich, dass wir froh sein können, dass es ihn gibt.« Der finnische Präsident Alexander Stubb sagt, wie gut sein Land gerüstet sei - inklusive der größten Militärmacht in der Arktis. Auf die Frage, wer die aktuellen Spannungen auflösen könne, antwortet Stubb ohne Zögern und unter großem Gelächter: »Oh, Mark Rutte!«
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Botschaft im Himmel: »Keine Könige«
Vor Trumps Besuch gab es am Himmel über Davos eine Botschaft, die auf den US-Präsidenten abzielte: In Leuchtbuchstaben war dort »No kings« zu lesen, »Keine Könige«. Unter diesem Motto gab es im vergangenen Jahr in den USA Großdemontrationen gegen Trump. Die Worte zielen darauf ab, dass sich Trump wie jemand aufführt, der am liebsten ohne lästige Gewaltenteilung und demokratische Kontrolle herrschen würde. Und dass es Leute gibt, die sich dagegen wehren.
Foto: Ozzy Etiz / REUTERS
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Von der Leyen: »Ein Deal ist ein Deal«
Bereits am gestrigen Dienstag hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Davos Trumps Machtansprüche auf Grönland zurückgewiesen und einen schärferen Ton angeschlagen. In ihrer Rede warnte von der Leyen Trump davor, die transatlantischen Beziehungen wegen Grönland in eine Abwärtsspirale zu stürzen. Die von Trump angekündigten Zusatzzölle gegen europäische Alliierte seien ein Fehler. Die EU werde deswegen entschlossen, aber mit Augenmaß reagieren.
»In der Politik wie in der Wirtschaft gilt: Ein Deal ist ein Deal«, bemühte sie eine von Trumps Lieblingsvokabeln. »Wenn Freunde sich die Hände schütteln, muss das etwas bedeuten.« Fragt sich nur, ob Trump die EU-Staaten als Freunde sieht. Seine Äußerungen in jüngster Zeit lassen daran erheblich zweifeln.
»In der Politik wie in der Wirtschaft gilt: Ein Deal ist ein Deal«, bemühte sie eine von Trumps Lieblingsvokabeln. »Wenn Freunde sich die Hände schütteln, muss das etwas bedeuten.« Fragt sich nur, ob Trump die EU-Staaten als Freunde sieht. Seine Äußerungen in jüngster Zeit lassen daran erheblich zweifeln.
Foto: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE / dpa
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Treffen zwischen Merz und Trump fällt wohl aus
Eigentlich hatte Bundeskanzler Friedrich Merz gehofft, US-Präsident Donald Trump in Davos zu einem Vier-Augen-Gespräch zu treffen. Das kommt aber wohl nicht zustande, hieß es aus Regierungskreisen. Grund dafür sei die »verspätete Ankunft des US-Präsidenten«, berichten übereinstimmend mehrere Nachrichtenagenturen.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Trumps Rede könnte sich leicht verzögern
Die Reise nach Davos begann für US-Präsident Trump mit einer schlechten Nachricht: Seine »Air Force One« musste auf dem Weg wegen technischer Probleme umdrehen, Trump stieg dann in eine Ersatzmaschine. Seine Ankunft in der Schweiz verzögerte sich also um mehrere Stunden. Aus Davos heißt es allerdings, der Termin für Trumps Rede – geplant für 14.30 Uhr – werde sich nur geringfügig verschieben. Wir werden sehen.
Foto: Air Force One nach der ungeplanten Rückkehr in die USA
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Baerbock sieht Angriff auf die Uno
Mit seinem »Friedensrat« scheint US-Präsident Trump eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen aufbauen zu wollen, die sich um Krisen und Konflikte weltweit kümmern soll. Die Präsidentin der Uno-Vollversammlung, Annalena Baerbock, macht sich nun Sorgen um die Zukunft der Vereinten Nationen. »Die Uno steht nicht nur unter Druck, sondern wird regelrecht angegriffen», sagte die frühere deutsche Außenministerin in Davos. Seit Jahresbeginn werde immer klarer, dass nicht mehr alle Mitglieder »an einem Strang ziehen«.
Baerbock machte deutlich, dass sie eine neue Organisation zur Sicherung des Friedens auf der Welt für unnötig hält. »Im Übrigen gibt es bereits eine internationale Organisation, deren zentrale Aufgabe und Ziel es ist, den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren«, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. »Das sind die Vereinten Nationen, in denen aus sehr, sehr gutem Grund alle Staaten der Welt unabhängig von ihrer Größe, ihrer wirtschaftlichen oder militärischen Stärke einen Sitz und eine Stimme haben.«
Baerbock: Grönland gehört den Grönländern
Im Grönlandkonflikt der USA mit Europa erinnerte Baerbock an die Souveränität der Einwohner. Zwar gebe es unterschiedliche geopolitische Interessen und Sicherheitsbedenken, doch in keiner Weise lasse sich daraus ableiten, dass die Grönländer nicht zu Grönland gehörten oder nicht Bürger des Königreichs Dänemark seien, sagte sie. »Als EU-Bürger und Nato-Mitglieder genießen sie dieselben souveränen Rechte wie alle anderen Menschen auf der Erde«, ergänzte Baerbock.
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Trump in Zürich gelandet
Air Force One ist wieder am Boden: Die Maschine des US-Präsidenten ist in Zürich gelandet. Nun muss Trump noch knapp 150 Kilometer nach Davos. Wegen technischer Probleme hat Trump Verspätung.
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: Buckeln in den Bergen
Auch als er noch nicht angereist war, war Donald Trump die beherrschende Figur in Davos. Mein Kollege David Böcking berichtet, wie sich die Veranstalter sich beim Programm nach den Vorlieben des US-Präsidenten richten. Ihre große Sorge ist, den Stargast zu verprellen. Unter anderem soll zugesagt worden sein, dass vermeintlich »woke« Inhalte keine große Rolle spielen werden. Lesen Sie hier den ganzen Text.
Donald Trump 2020 in Davos. Foto: Arnd Wiegmann / REUTERS
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Was steht heute auf dem Programm?
Wie jeden Tag beim Weltwirtschaftsforum gibt es zahlreiche Veranstaltungen, Panels und Reden. Eine kleine Auswahl: Um 9 Uhr ist etwa Ex-Außenministerin Annalena Baerbock bei einer Diskussion zum Thema internationale Zusammenarbeit und Vertrauen. Umweltminister Carsten Schneider ist bei Diskussion zur Frage dabei, wie Klimaschutz trotz widriger Umstände gelingen kann. Und Schauspieler Matt Damon diskutiert die Bedeutung von Wasser für globale Stabilität.
All diese Termine dürften aber weit weniger Beachtung finden als Trumps Auftritt. Seine Rede ist für 14.30 Uhr vorgesehen und soll 45 Minuten dauern. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass sich Trump weder an Zeitpläne noch an Redezeiten allzu eng gebunden fühlt. Um 16 Uhr ist zudem eine Rede von Argentiniens Präsident Javier Milei vorgesehen. Bundeskanzler Friedrich Merz soll erst am Donnerstag sprechen.
All diese Termine dürften aber weit weniger Beachtung finden als Trumps Auftritt. Seine Rede ist für 14.30 Uhr vorgesehen und soll 45 Minuten dauern. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass sich Trump weder an Zeitpläne noch an Redezeiten allzu eng gebunden fühlt. Um 16 Uhr ist zudem eine Rede von Argentiniens Präsident Javier Milei vorgesehen. Bundeskanzler Friedrich Merz soll erst am Donnerstag sprechen.
Das vollständige Programm des Weltwirtschaftsgipfels finden Sie hier.
Foto: Lafargue Raphael / ABACAPRESS / IMAGO
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Benjamin Schulz
Nachrichtenressort

Herzlich willkommen bei SPIEGEL-Newsblog zum Weltwirtschaftsforum in Davos. Heute steht dort der wohl mit der größten Spannung erwartete Auftritt an: US-Präsident Donald Trump hält eine Rede. Vor dem Hintergrund des Zollstreits mit der Europäischen Union, Trumps »Friedensrat«-Vorstoß und seiner Ambitionen, die Macht über Grönland an sich zu reißen, dürfte die Rede besondere Beachtung finden. Wir halten Sie hier in den kommenden Stunden über den Auftritt und die Reaktionen darauf auf dem Laufenden.
Foto: Jeanne Accorsini / SIPA / action press
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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version stand in der Überschrift zu diesem Blog, Trump sei in Davos gelandet. Zu dem Zeitpunkt war er erst in Zürich gelandet und auf dem Weg zum Tagungsort. Wir haben dies korrigiert.
